Trotz grosser Hitze - die Bündner Jägerveteranen genossen ihren Tag an der Landsgemeinde in Bonaduz
Die 35. Austragung der Freien Landsgemeinde der Bündner Jäger-Veteranen in Bonaduz, ist am Sonntag 9. August 2026 wieder ein voller Erfolg und ein unvergesslicher Tag für die „ältere Garde“ der Bündner Jägerinnen und Jäger gewesen.
Wie immer in den letzten Austragungen strahlender Sonnenschein. Doch heuer wurde es während des Tages wirklich heiss auf dem Festgelände in Nulez. Trotzdem zelebrierten die Jägerveteraninnen und Jägerveteranen ihre Landsgemeinde mit Genuss.
Das Treffen wird seit 1958 am traditionellen Tagungsort, der Schiessanlage Nulez, in Bonaduz alle zwei Jahre durchgeführt, nachdem die Gründungsversammlung 1956 in Rhäzüns stattfand. Ein echtes Stück Bündner Jagd-Kulturgut ist der Anlass mittlerweile geworden. Dies wurde auch durch die Regierungsrätin Frau Dr. Carmela Maissen so beschrieben, welche als Ehrengast teilnahm.
Weitere Ehrengäste, unter anderen auch Nationalrat Roman Hug, der Präsident Jagd Schweiz, Flurin Filli, der Amtsleiter Jagd und Fischerei des Kantons Graubünden, Adrian Arquint, der Glarner Jagdvereins-Ehrenpräsident, Fritz Stüssi, der Gemeindepräsident von Bonaduz, Marcel Bieler, der Vize-Bürgermeister von Bonaduz, Dino Candrian oder der Präsident der Jagdsektion Miribi, Lorenz Mengelt beehrten den Anlass mit ihrer Anwesenheit.
Der im Mai neu gewählte Präsident des Bündner Kantonalen Patentjägerverbandes (BKPJV) Benjamin Hefti, unterstrich in seiner Ansprache, dass er als neuer Vorsitzender des Verbandes den Kontakt mit der Basis der Jägerschaft suche. Und genau für diese Gespräche seien solche Anlässe wie diese Landsgemeinde für den gegenseitigen Austausch so enorm wichtig.
Rund 120 Jägerveteranen von den verschiedensten Talschaften aus dem Kanton Graubünden, aber auch einige Heimwehbündner aus dem Unterland konnte der Landammann der Bündner Jägerveteranen, René Schuhmacher zur Tagung begrüssen.
Höhepunkt der Tagung
Ein wichtiger Bestandteil des Zusammentreffens ist auch ein freundschaftlicher Schiesswettbewerb mit dem Jagdgewehr über die Distanz von 50 Meter auf den sogenannten „Vieli-Mungg“, eine spezielle Zielscheibe welche nur an diesem Anlass seit dem Jahre 1958 verwendet wird. 113 Jägerinnen und Jäger mit Mindestalter 60 Jahre nahmen daran teil. Das Reglement sieht vor, dass die älteren Teilnehmer durch Zuschlagspunkte bevorzugt werden. Tagessieger und Empfänger des „Wandermungg“ wurde nach 2024 bereits zum zweiten Mal der 97- jährige Dagobert Venzin, von Cazis, vor Arthur Buchli, 1931 aus Safien-Platz und Theophil Nay, 1940 aus Chur. Die begehrte Steinbocktrophäe, gestiftet von der Bündner Regierung, welche jeder Jäger nur einmal gewinnen kann, ging dieses Mal an den zweitplatzierten Arthur Buchli.
Dass die Treffsicherheit auch in höherem Alter noch sehr gut ist, beweisen die ausserordentlich hohen Resultate. 83 Jäger haben das Punktemaximum erreicht, 14 davon haben mit 5 Mouchen sogar die maximale Trefferquote erzielt!
Den Steinbockstich über 150 Meter, welchen 77 Schützen absolvierten, gewann der Bonaduzer Johann Nüssler, vor Martin Simeon aus Tschappina und Roman Wieser aus Davos. Alle drei schossen das Punktemaximum von 30 Punkten.
Den Wanderpreis „schönstes Schussbild“, eine Steinbocktrophäe, welcher dieses Jahr zum ersten Mal vergeben wurde ging an Niklaus Reith, Jg. 1946, von Klosters.
Die Zinnkanne jüngster Schütze, welcher beim Landsgemeinde Stich das Maximum von 25 Punkten erzielt, wurde heuer Martin Walli, aus Küblis, ein im Oktober Geborener mit Jahrgang 1966.
Der Anlass wurde durch den Jägerverein Hubertus Bonaduz, einer Mitgliedssektion vom Bündner Kantonalen Patentjägerverband, unter der Leitung des OK-Präsidenten Martin Theus erneut tadellos organisiert und sorgte für zufriedene Gesichter während des ganzen Tages, trotz der extremen Hitze.
Bericht: René Schuhmacher
Fotos: Michael Aeberhard
