Jagd und Hege gehören zusammen

Unter Hege versteht man den Schutz, die Pflege und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen von Pflanzen und Tieren.

Die Bündner Jagd und die Hege gehören zusammen. Auch wenn sich die Arbeiten und Aufgaben im Laufe der Jahre geändert haben. Früher wurde bei strengen Wintern von den Sektionen Heu und Trester gekauft und bei Bedarf in den dafür vorgesehenen Futterstellen angeboten, damit das sogenannte Standwild überleben konnte. Die Jägerinnen und Jäger mähten im Sommer auch die dafür vorgesehenen Freihalteflächen und erstellten mit dem Heu Tristen oder deponierten es ebenfalls, wenn vorhanden, im Mahdstall. Auch so wurde dem Standwild in abgelegenen Gebieten Futter im Winter zur Verfügung gestellt. So konnten die Tiere in einzelnen Gruppen sehr dezentral den Winter verbringen. Durch das Freihalten von Flächen im Sommer und das dezentrale Füttern im Winter konnte der Verbiss im Wald tief gehalten werden. Durch die Zunahme des Wildbestandes im Laufe der Jahre und der Massierungen der Wildtiere wurde der Druck des Forstes immer grösser. Auch der Druck von Tuberkulose im grenznahen Gebieten und die Zunahme der Grossraubtiere führten dazu, dass 2018 ein totales Fütterungsverbot für Wildtiere vom Kanton verfügt wurde.

Zeitgleich wurde von den Jägerinnen und Jägern in vielen anderen Bereichen wie Sicherung, Beruhigung, Pflege wichtiger Lebensräume für Wild und Vögel, Pflege von Waldrändern, Hecken und Brut-, Äsungsgehölzen sowie Freihaltung von brachliegenden Wiesen Einsatz geleistet. Ebenfalls werden Hegeeinrichtungen unterhalten und gebaut. All diese Arbeiten werden in Zusammenarbeit mit dem AJF dokumentiert, das heisst, jeweils Gesuche gestellt und dann über das ordentliche Budget des Kantons abgerechnet. In dieser Art wird seit 1991 erfasst. Es wurden alljährlich in über 25 000 Hegestunden an die 300 Flächen (kleinere und grössere) bearbeitet, aber auch alte Maschen- oder Stacheldrahtzäune zusammengenommen und entsorgt, Wildwechsel freigelegt oder Sonstiges zum Wohle der Natur geleistet. Im Jahr 2025 wurde den Sektionen über 100 000 Franken für geleistete Arbeiten überwiesen. Die Rehkitzrettung mit Drohne wurde in der Sektion Tasna im Unterengadin von Armon Schlegel initiiert und ist seit 2019 kantonal geregelt. Seiher hat sich Jahr für Jahr alles verbessert, und so konnten wir 2025 auf rund 3600 Parzellen mit 60 Drohnen über 800 Rehkitze retten.

Die Jägerinnen und Jäger leisten mit ihrem Einsatz in all diesen Bereichen einen riesengrossen Einsatz in Fronarbeit zugunsten von Natur und Umwelt im Kanton Graubünden. Darauf können wir stolz sein. Auch in Zukunft wird sich alles verändern und weiterentwickeln, die Natur, das Wild und die Jagd. Aber wenn ich sehe, mit welchem Elan in den Sektionen Hege geleistet wird, mache ich mir keine Sorgen. Dafür gehört euch allen der grösste Respekt und Dank. Danken möchte ich auch allen Chargenträgern der Hege und dem AJF für die gute Zusammenarbeit.

Hegen ist aber auch, etwas gemeinsam in Angriff zu nehmen und zu erreichen sowie dann ein gemütliches Beisammensein.

Viva la Grischa mit Hegergruss vom kantonalen Hegepräsident

Toni Hoffmann

Kontakt:

Bündner Patentjäger Verband
Promenade 56B
7270 Davos Platz

Tel.: 081 511 60 10
E-Mail: info@bkpjv.ch

Die nächsten Termine:

22. Mai 2027 DV in Davos

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