«Letztlich gibt es nur einen Wald – mit Wild»

Die sehr gut organisierte Delegiertenversammlung und die liebevoll geschmückten Räumlichkeiten in Disentis werden mir noch lange in bester Erinnerung bleiben– hoffentlich auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Als Präsident des BKPJV hat die Arbeit unmittelbar nach der Delegiertenversammlung begonnen. Ohne überheblich wirken zu wollen, durfte ich bereits in den ersten Sitzungen des Zentralvorstandes, der Jagdkommission sowie beim Austausch zwischen Wald-WildÄmtern und Verbänden auf meinen «Rucksack» als gelernter Landwirt, Forstwart und gut informierter Grossrat zurückgreifen und aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen.

Auf die erste Sitzung des Zentralvorstandes habe ich mich besonders gefreut. Sie dauerte zwar länger als vielleicht üblich. Der erste Austausch war jedoch äusserst wertvoll und informativ. Die für mich wichtige vertiefte Diskussion und das gelebte Miteinander waren spürbar. Themen wie die an der Delegiertenversammlung genehmigte Beitragserhöhung, die Einführung einer Geschäftsführung, die Organisation des Sekretariats sowie die Weiterentwicklung der Digitalisierung werden uns auch in den kommenden Sitzungen beschäftigen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam eine gute und konstruktive Zeit erleben werden.

Meine erste Sitzung in der Jagdkommission empfand ich ebenfalls als sehr informativ. Der Hirschbestand hat abgenommen, was aufgrund der eingefrorenen Abschusszahlen auch das angestrebte Ziel war. Dass die teils drastischen Reduktionsmassnahmen nun wieder schrittweise gelockert werden, halte ich für richtig.

Beim ersten Austausch zwischen den Wald-Wild-Ämtern (AJF und AWN) und den Verbänden (Graubünden Wald, SELVA und BKPJV) wurden die unterschiedlichen Sichtweisen deutlich sichtbar. Für den BKPJV ist festzuhalten, dass die Reduktion des Hirschbestandes um 17 Prozent–gut 2800 Tiere–innerhalb von sechs Jahren anerkannt und wertgeschätzt werden muss. Diese Zielerreichung ist keineswegs selbstverständlich. Besonders bemerkenswert ist, dass die Bestände trotz zwei weiteren milden Wintern nicht wieder stark angestiegen sind.

Nun gilt es, diesen Hirschbestand auf dem heutigen Niveau zu halten – eine Aufgabe, die uns weiterhin fordern wird. Übermässige Forderungen, unabhängig von ihrer Herkunft, sind dabei fehl am Platz. Im Mittelpunkt sollte vielmehr ein gemeinsames Vorgehen zur Erreichung der definierten Ziele stehen.

Der BKPJV steht für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe – sowohl mit den Ämtern als auch mit den Verbänden der Waldbranche. Für Gespräche und einen offenen Austausch sind wir jederzeit bereit. Denn letztlich gibt es nur einen Wald – mit Wild. Auch in dieser Arbeit bin ich froh, im Zentralvorstand auf ein breites Fachwissen zählen zu dürfen. Denn die WaldWild-Thematik wird uns noch längere Zeit begleiten. Für den BKPJV stehen ein fundierter Dialog und ein konstruktives Miteinander im Vordergrund.

Ich freue mich auf den zukünftigen Austausch. Das Verständnis für andere Sichtweisen bildet aus meiner Erfahrung die Grundlage für einen sachlichen und seriösen Dialog.

Ich wünsche euch allen, liebe Jägerinnen und Jäger, viele schöne Momente in der Natur, spannende Beobachtungen und eine erlebnisreiche Zeit.

Vielen Dank und Weidmannsheil!
Benjamin Hefti, euer Präsident

Kontakt:

Bündner Patentjäger Verband
Promenade 56B
7270 Davos Platz

Tel.: 081 511 60 10
E-Mail: info@bkpjv.ch

Die nächsten Termine:

22. Mai 2027 DV in Davos

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